Lakritz macht schön ...
Das glaubte zumindest der indische Prophet Brahma, der Lakritz als
allgemeines Kräftigungs-,
Schönheitsmittel und Lebenselixier empfahl.
Auch die alten Ägypter und Assyrer wussten um die heilende
Kraft der Süßholzwurzel,
aus deren Saft Lakritze gewonnen wird.
Bei den römischen Legionären war Süßholz beispielsweise
ein fester Bestandteil der täglichen Verpflegungsration.
Bei Naschkatzen beliebt ...
Das Ausgangsprodukt der Lakritz-Herstellung, die Wurzel der blaulila-blühenden
Süßholzstaude,
die eine Höhe von etwa ein bis zwei Metern erreicht, wächst
hauptsächlich im Mittelmeerraum
und den mittelasiatischen Ländern.
Lakritz zum Naschen gibt es seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Der
schwarze, reine Extrakt wird aus
dem eingekochten Saft der Süßholzwurzel gewonnen. Wenn
er erstarrt,
wird er zu bonbonhartem Blocklakritz.
Bewährtes Naturheilmittel ?...
Tatsache ist, dass die Wurzel des Süßholzstrauches zu
den ältesten
Naturheilmitteln der Welt gehört. Der Name Lakritz geht auf
die griechischen Begriffe
"glykys" (süß) und "rhiza"
(Wurzel) zurück. Heute sind Lakritz- oder Salmiakpastillen
vor allem wegen ihrer heilenden Wirkung bei Husten und Heiserkeit
beliebt.
In der schleimlösenden und antiseptischen Wirkung der Süßholzwurzel
findet wohl auch
das Sprichwort "Süßholz raspeln"
seinen Ursprung. Denn mit befreiter Kehle ließ es sich viel
besser um die Liebste werben.
Hauptbestandteil der Süßholzwurzel ...
Glycyrryhizin, ein Gemisch aus K- und Ca- Salzen der Glycyrryhizinsäure,
dem Diglucuronid
der 18 Beta-Glycurrhetinsäure, sowie nahe Verwandte der Triterpene,
Flavonoiden (Liquiritin (2)),
Flavone und Isoflavone.
Wirkung ...
expectorierend, schwach antiphloistisch, spasmolytisch und mineralcorticoidartig.
Anwendung ...
Schleimlösung bei Bronchitiden, zur unterstützenden Behandlung
bei chronischer Gastritis
und zur Unterstützung der Regeneration des Leberstoffwechsels. |